Einige Sätze zur Geschichte des Barbet

Der Barbet ist eine sehr alte Rasse, wobei sein genauer Ursprung unbekannt ist. In der Literatur wird er ab dem 16. Jahrhundert erwähnt. Vermutlich kam er mit den maurischen Eroberern nach Spanien, oder aber portugiesische Seefahrer haben ihn aus dem Baltikum/Russland mitgebracht. Auch wenn seine Herkunft im Dunkeln liegt, ist klar, dass er der Urahne vieler Jagdhunderassen ist, wie z.B. Pudelpointer, Griffon oder Deutsche Dogge. Außerdem gilt er als Urahn des Pudels.

Er hat hervorragende jagdliche Eigenschaften und wurde hauptsächlich zur Vogeljagd eingesetzt. Der Barbet ist durch sein dichtes Fell gut gegen Kälte geschützt und arbeitet bei Wind und Wetter zu jeder Jahreszeit mit Freude im Wasser. Das Aufstöbern von Wild, das sich in der Wasservegetation versteckt hält, gehört genauso zu seinen Aufgaben, wie das Apportieren der Beute. Bis Anfang des letzten Jahrhunderts war der Barbet in Europa weit verbreitet und wurde gerne in der Wasserjagd eingesetzt.

 

so verschieden können Barbets aussehen

Mitte des 20. Jahrhunderts ließ das Interesse an ihm nach, so dass er langsam in Vergessenheit geriet. Im Jahr 1970 schlossen sich in Frankreich einige Züchter zu einem neuen Zuchtverein zusammen. In diesem entspann sich allerdings ein langer Streit über die Größe des Barbet, der erst nach 22 Jahren beigelegt wurde. Das alles hatte zur Folge, dass die Rasse Barbet fast nicht mehr existierte, denn der Genpool war inzwischen sehr stark geschrumpft. Um den Barbet zu erhalten, wurden andere Rassen, wie zum Beispiel Pudelpointer und Pudel, eingekreuzt.
Heute erfreut er sich wieder zunehmender Beliebtheit, unter anderem wegen seines freundlichen Wesens, seiner Intelligenz, seines nichthaarenden Fells und natürlich wegen seiner guten jagdlichen Fähigkeiten.