Nun ist es endlich so weit. Der Welpe zieht zu Euch, seiner neuen Familie. Ihr habt sicher alles vorbereitet und seit voller Vorfreude auf Euren Vierbeiner.

 

Die ersten Tage und Wochen mit dem Kleinen sind mit Sicherheit anders, als ihr Euch das vorgestellt habt. Die Welpenzeit ist wunderschön, aber auch anstrengend und kräftezehrend. Es zieht ein Hunde-BABY in Euer Leben ein, das alles erst noch lernen muss. Der Welpe braucht Eure ganze Aufmerksamkeit und Zuneigung, denn er ist durch die Trennung von Mutter und Geschwistern in der ersten Zeit verunsichert und traurig.

 

Hier gleich ein Tipp: Weint Euer Hundebaby auf der Heimreise oder in den ersten Nächten, tröstet es bitte nicht! Trost würde ihn in seinem Verhalten nur bestärken und alles noch viel schlimmer für ihn machen. Versucht ihn, so gut es geht, abzulenken und ihm Geborgenheit anzubieten.

 

Außerdem ist er vielleicht noch nicht stubenrein, so dass anfangs sicher die ein oder andere Pfütze aufgewischt werden muss. Die Nacht ist noch sehr lang für die winzig kleine Blase. Der Welpe wird also auch nachts raus müssen.

 

Welpen sind sehr neugierig. Sie fressen und zerkauen alles, was sie in die Fänge bekommen. Nicht verzweifeln also, wenn das ein oder andere liebgewonnene Utensil dem kleinen Raubtier zum Opfer fällt.

 

Gehorsamkeit will gelernt sein. Es wird getestet und provoziert, doch im Grunde seines Herzens versucht der kleine Hund nur, Euch zu gefallen und es allen recht zu machen.

 

Die Aufgabe seiner neuen Menschen ist es nun, aus diesem kleinen Wesen einen netten, lebensfrohen Hund zu formen. Dieses gelingt durch positive Impulse und Grenzen, so dass er seinen Platz in seinem neuen »Rudel« finden kann.